
Studien der Magnetstimulation einer Belastungsinkontinenz auf dem Prüfstand
Evidenzbasierte QRS-Technologie trifft auf höchstes klinisches Forschungslevel
Das zur Publikationsgruppe „Nature Portfolio“ gehörende wissenschaftliche Fachjournal „Scientific Reports“ hat im Jahr 2018 eine Meta Analyse zum Thema „Magnetstimulation einer Belastungsinkontinenz“ durchgeführt und im Juni 2019 veröffentlicht.
Die wissenschaftliche Fachzeitschrift „Nature“ gehört zu den weltweit einflussreichsten Publikationen im Bereich der Naturwissenschaften. Der Journal Impact Factor (JIF) beträgt 48,5 (Stand 2024). Dies ist ein in wissenschaftlichen Disziplinen hoher Wert und weist darauf hin, dass die veröffentlichten Arbeiten international stark rezipiert und in der Forschung häufig aufgegriffen werden. Die zur Publikationsgruppe „Nature Portfolio“ gehörende Fachzeitschrift „Scientific Reports“ bzw. die dort veröffentlichten Studien geniessen ebenso ein hohes Ansehen und Vertrauenswürdigkeit. Die Publikationen werden weltweit von Forschenden aufgegriffen, zitiert und in weiteren wissenschaftlichen Arbeiten fortgeführt.
Untersuchungsziel
Die Scientific Reports Meta Analyse zur „Magnetstimulation einer Belastungsinkontinenz“ sollte vordergründig die Vertrauenswürdigkeit der internationalen Studien zum Thema untersuchen. Es wurden gemäß der Checkliste der Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses (PRISMA) entsprechende Literaturdatenbanken, einschließlich EMBASE, PubMed und der Cochrane Library herangezogen.
Geprüft wurde das Vorhandensein randomisierter kontrollierter Studien (RCTs), über alle relevanten Hersteller bzw. Marktanbieter von entsprechenden Stimulationssystemen hinweg. Anbieter, die keine entsprechende/n Studie/n hinterlegt haben wurden naturgemäss nicht berücksichtigt.
Wissenschaftliche Studien unterliegen grundsätzlich potenziellen Verzerrungsrisiken (Risk of bias). Diese können selbst bei sorgfältig konzipiertem Studiendesign auftreten und die berichteten Ergebnisse beeinflussen oder verzerren. Häufig äußern sich solche Verzerrungen in einer systematischen Überschätzung positiver Effekte. Daher wurde in dieser Meta-Analyse ein besonderes Augenmerk auf potenzielle Verzerrungsrisiken gelegt, und die verfügbaren evidenzbasierten Studien wurden systematisch im Hinblick auf mögliche Bias-Effekte analysiert.
Die potenziell relevanten Studien wurden von zwei Autoren unabhängig voneinander überprüft. Zwei weitere Gutachter bewerteten unabhängig voneinander die Qualität aller ausgewählten Studien. Die methodische Qualität aller randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) wurde anhand des Jadad-Scores sowie des Cochrane-Tools zur Bewertung des Verzerrungsrisikos (Risk of bias) beurteilt.
Die Meta Analyse wurde mit der Software RevMan Version 5.3 (Cochrane Collaboration, Oxford, UK) durchgeführt. Die Wirksamkeit der Magnetstimulations-Behandlung wurde durch Berechnung der Odds Ratio (OR), der mittleren Differenz (MD) sowie der standardisierten mittleren Differenz (SMD) einschließlich der entsprechenden 95-%-Konfidenzintervalle (CI) für den Vergleich zwischen aktiver Stimulation und Schein-Stimulation bewertet.
Untersuchungsergebnis
Unter allen randomisierten kontrollierten Studien konnte nur eine einzige Studie alle Bedingungen, die eine evtl. mögliche Verzerrung des Studienergebnisses ausschließt, erfüllen. Diese Studie betrifft die randomisierte und placebokontrollierte klinische Studie von Lim R et al. (2017) des Systems QRS 1010 Pelvicenter (Entwickler / Patent: Prof. Dr. Fischer AG / WO 2011/045002 A1).
Besonders hervorgehoben wird, dass diese Studie den höchstmöglichen Jadad-Score erreicht. Beim Jadad-Score bzw. der Oxford-Skala handelt es sich um ein Bewertungsschema zur Qualität einer Studie, mit der die korrekte Studiendurchführung hinsichtlich Randomisierung (Zufallsverteilung), Verblindung (Placebokontrolle) und der Drop-outs (Studienabbrecher) kontrolliert wird.
In der genannten Studie mit 120 Probandinnen genügten 16 Anwendungen, mit je 15 Minuten Stimulationszeit, um ca. 75% (vs. 21,7 % Placebo) der Patientinnen in eine Remission zu bringen bzw. 41,7 % wieder als „vollständig kontinent“ beurteilen zu können. Dabei lag die Remissionsrate auch noch nach einem Jahr bei 72,2 %, was die hohe Nachhaltigkeit der Stimulation einer Belastungsinkontinenz mit dem QRS 1010 Pelvicenter aufzeigt. Die Veröffentlichung der QRS Pelvicenter-Studie erfolgte im „The Journal of Urology“, dem auf diesem Gebiet der Urologie meist gelesenen und am häufigsten zitierten Medizinjournal, in dem das gesamte Spektrum der Urologie abgebildet wird und das als offizielles Publikationsorgan der „American Urological Association (AUA)“ fungiert.

Die Tabelle zeigt die Parameter der Meta Analyse. Sowie die grünen Haken anzeigen, welche Studie als diejenige beurteilt wird, die den höchsten Vertrauenslevel geniesst.
Zusammenfassung
Die im Fachjournal „Scientific Reports“ veröffentlichte Meta Analyse zeigt, dass die internationale Studienlage zur Magnetstimulation bei Belastungsinkontinenz sorgfältig bewertet werden muss und insbesondere mögliche Verzerrungsrisiken (Risk of bias) eine zentrale Rolle spielen. Von den analysierten randomisierten kontrollierten Studien erfüllte lediglich eine einzige Untersuchung vollständig die methodischen Anforderungen an eine hochwertige, verzerrungsfreie Studiendurchführung.
Dabei handelt es sich um die unabhängige, randomisierte und placebokontrollierte klinische Studie von Lim R. et al. (2017) zum Magnetstimulationssystem QRS 1010 Pelvicenter, die den höchstmöglichen Jadad-Score erreichte und damit eine besonders hohe methodische Qualität aufweist. Die Ergebnisse zeigen eine signifikante klinische Verbesserung bei Patientinnen mit Belastungsinkontinenz, mit einer Remissionsrate von rund 75 % gegenüber 21,7 % unter Placebo sowie einer nachhaltigen Wirkung über einen Zeitraum von bis zu einem Jahr.
Vor dem Hintergrund dieser wissenschaftlichen Bewertung stellt das QRS 1010 Pelvicenter ein zuverlässiges evidenzbasiertes System zur Magnetstimulation bei Belastungsinkontinenz dar, dessen Wirksamkeit in einer methodisch besonders hochwertigen Studie nachgewiesen wurde. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial des QRS Systems als eine effektive und nachhaltige therapeutische Option in der Behandlung der Belastungsinkontinenz.
Quellen
Lim R, Liong ML, Leong WS et al. Pulsed magnetic stimulation for stress urinary incontinence: 1-year follow-up results. J Urol. 1017; 197(5): 1302-1308
Pulsed Magnetic Stimulation for Stress Urinary Incontinence: 1-Year Followup Results | Journal of Urology
He Q, Xiao K, Peng L et al. An effective meta-analysis of magnetic stimulation therapy for urinary incontinence. Sci Reports. 2019) 9:9077
An Effective Meta-analysis of Magnetic Stimulation Therapy for Urinary Incontinence | Scientific Reports

